Geschichte

Die Entstehungszeit

Für alle, die es genauer wissen möchten: Unsere Geschichte.

Die Entstehungszeit der Burschenkompanie geht auf das Jahr 1840 zurück. Damals schlossen sich die unverheirateten jungen Männer zusammen, stellten eine eigene Kompanie auf und führten das Vogelschießen wieder ein. Bei den Freischießen schossen sie ihren eigenen König aus – den Burschenkönig. Als die Veranstaltung noch unter freiem Himmel abgehalten wurde, feierten sie in Gasthäusern und später in der alten Turnhalle im Schießhagen.

Mit ihren Uniformen orientierten sie sich an der Männerkompanie, trugen aber Schirmmützen mit weißem Band. Sie wurde zeitgleich mit den weißen Hosen abgeschafft. Die Offiziere wurden erstmals 1879 in der Zeitung erwähnt, sie waren damals noch beritten. Vorsitzender des Vorstands war bis zum letzten Krieg immer der jeweilige Burschenkönig, danach wurde ein Burschenmeister in das Amt gewählt. Zum Burschenkönigspaar gehört bis in die heutige Zeit das Gefolge, bestehend aus sechs bis acht Paaren, die gemeinsam am Königstisch saßen. Der Burschenkönig, der Vorstand und die Burschen im Gefolge trugen einen Zylinder, der seit 1955 von einem schwarzen Hut mit grünem Band abgelöst wurde. Der Neuaufbau der Kompanie nach dem Krieg gestaltete sich anfangs schwer. Die Gewehrgruppe wurde 1975 auf Betreiben des damaligen Burschenkönigs Adolf Meier aufgestellt und ausgerüstet.

Unsere Aufgaben

Traditionell veranstalten die Burschen das Osterfeuer für die Korbacher Bevölkerung. Beachtenswert ist ihr unermüdliches Engagement bei überwiegend widrigen Wetterverhältnissen. Nach der Erschließung des ersten Bauabschnittes am Südring wurde ein Umzug von Schwalenstöckers Garten auf den Pengel erforderlich. Die Burschenkompanie sorgt dabei stets für das leibliche Wohl der Besucher.

Für ein harmonisches Auftreten der Gewehrgruppe sind Übungsabende unerlässlich. Die richtigen Griffe am Gewehr und das Marschieren werden einstudiert. Dabei schließen sich die Burschen seit einigen Jahren der Gewehrgruppe der Männerkompanie an. Synergieeffekte haben sich schnell eingestellt, die Beziehungen zwischen den Formationen werden gefestigt. Im Anschluss an das Üben wird häufig gegrillt und zusammen gesessen.

Nach der Übungsphase wird das Erlernte in einem ersten kleinen Festzug durch Korbach vorgeführt. Die Burschen beteiligen sich aktiv am Reginentag am 20. Juni.

Ihr Mitwirken bei den Schnadezügen ist obligatorisch, da sie die Marketenderei komplett übernehmen, d.h sie sorgen für das leibliche Wohl der Teilnehmer, bereiten die Frühstücks- und Mittagsplätze vor. Beim Schnadezug im Jahr 2002 bauten sie eine große Leinwand auf, auf der das Fußball WM-Finale Deutschland-Brasilien zu verfolgen war.