Einleitung

Die Burschenkompanie Korbach ist eine Formation der Schützengilde Korbach 1377.

Bei uns sind alle jungen Männer im Alter zwischen 14 und ca. 30 Jahren Mitglied, die Lust auf Brauchtumspflege und Geselligkeit haben. Das hört sich erst mal trocken und von vorgestern an, ist es unserer Meinung nach aber nicht.

Aufgeteilt ist die Burschenkompanie in den Vorstand, das Offizierskorps und die Gewehrgruppe. Alle drei Jahre schießen wir beim Korbacher Freischießen einen Burschenkönig aus.

Und was machen die so?

Während im Frühjahr die Kinder das Moos sammeln, um sich ein Osternest zu bauen, stehen wir auf dem Pengel in Korbach. Dort richten wir am Ostersamstag das Korbacher Osterfeuer aus, zu dem jedes Jahr alle Kreisstädter und Gäste eingeladen- und herzlich Willkommen sind. Wind und Wetter machen uns zwar gelegentlich einen Strich durch die Rechnung, aber das hält uns nicht davon ab, jedes Jahr wieder ein abendliches Ausflugsziel für Eltern und Kinder, sowie Jugendliche und Hunde auszurichten.

Den Sommer über nehmen wir an verschiedenen Schützenfesten im Kreisgebiet teil und sorgen mit unseren prächtigen Uniformen und einem hohen Maß an Freundlichkeit für Stimmung im Festzelt.

Jedes Jahr stellen wir eine Zwei-Tages-Fahrt auf die Beine. Immer geht es woanders hin. Neben dem kulturellen Programm testen wir dabei auch die Kneipenszene der jeweiligen Stadt aus.

Wenn es in der Schützengilde „brennt“, rückt die Burschenfeuerwehr an. Wir helfen uns gern gegenseitig – unter anderem halfen wir bei der Sanierung des Gildehauses und beim Wiederaufbau des Enser Tores.

Frei nach dem Motto: „Frisch, fromm, fröhlich, frei.“ Nur eben ohne „fromm.“

Wir verhaften auch

Beim heimatlichen Freischießen führen die Burschen immer montags das rituelle Verhaften durch. Dabei marschieren Abteilungen, begleitet von Trommlern, durch die Innenstadt und verhaften Korbacher Geschäftsleute, die den Frevel begehen, am heiligen Freischießen-Montag zu arbeiten.

Sie werden in Ketten abgeführt und in den Schießhagen verschleppt. Dort haben die Burschen ihr Quartier aufgeschlagen. Die Gefangenen werden zunächst in einen Pferch gesperrt und einzeln dem Schnellgericht vorgeführt. Die Freilassung erfolgt erst, wenn die Verurteilten Besserung geloben und einen Obolus entrichten. So kam es bei vergangenen Festen vor, dass der gesamte Magistrat aus dem Rathaus abgeführt wurde.